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Dachboxen bewähren sich beim TCS-Test

Bern (ots) -

Der TCS testete auf die Wintersaison 2011/2012 sieben in der
Schweiz erhältliche und für den Skitransport geeignete Dachboxen.
Neben der Sicherheit bei Fahr- und Crashversuchen wurde auch die
Gestaltung und die Handhabung berücksichtigt. Trotz teilweise
deutlichen Unterschieden fielen die Resultate positiv aus: Alle
Testkandidaten erhielten mindestens das Prädikat "empfehlenswert".

Getestet wurden sowohl Produkte von Premiumherstellern als auch
preisgünstigere Alternativen aus dem Autoteile- und Onlinehandel.
Aufgrund der typenähnlichen Eigenschaften der Testprodukte sind die
Resultate vergleichbar: Sämtliche getesteten Dachboxen haben eine
Zuladung von 50 bis 75 Kilogramm, ein Nutzvolumen, das gemäss
Hersteller zwischen 400 und 550 Litern liegt und ermöglichen den
Transport von 4 bis 6 Paaren Ski.

Nutzbares Volumen kleiner als vom Hersteller angegeben

Augenfällig sind die markanten Unterschiede im
Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotz durchaus vergleichbaren
Testresultaten kosten einige Produkte mehr als das Doppelte: So gibt
es beispielsweise den Thule Dynamic 800 für 960 Franken, den ATU
Jetbag Family 455 aber bereits für 360 Franken. Weiter wurden im Test
in Bezug auf Handhabung und Gestaltung deutliche Differenzen
festgestellt.

Punkto Handhabung wird hauptsächlich die teilweise umständliche
und aufwändige Montage kritisiert. Zum Beispiel lässt sich der Husky
XXL von Kamei nur einseitig öffnen und seine Befestigungsschrauben
sind sehr weit aussen angebracht. Positiv zu erwähnen hingegen ist
der Dynamic 800 von Thule, welche sich auf beiden Seiten öffnen lässt
und über eine niedrige Ladekante, ein gutes Schliesssystem sowie ein
benutzerfreundliches und wirkungsvolles Schnellspannsystem verfügt.

Bei der Gestaltung der Boxen ist insbesondere auffällig, dass das
vom Hersteller angegebene Nutzvolumen bei allen Testprodukten grösser
war als das effektiv gemessene. Die eigentlich sehr empfehlenswerte
Dynamic 800 von Thule beispielsweise verfügt über 30% weniger
Nutzvolumen als auf dem technischen Datenblatt angegeben.

Keine gravierenden Mängel festgestellt

Den City-Crash, einen Aufprall mit 30km/h, haben alle sieben
Dachboxen relativ gut überstanden: Sicherheitsrelevante oder
anderweitig gravierende Mängel wurden bei keiner der getesteten
Dachboxen festgestellt. Ungünstig ist jedoch, dass viele der im
Inneren angebrachten Spanngurte reissen und deshalb die Ladung
verrutscht. Bei der Box von Rameder löste sich im Test sogar die
hintere Verankerung. In keinem Fall kam es jedoch zu einem
Ladungsverlust oder gar zu einer Trennung der Box vom Fahrzeug.

Beim Fahrtest (Ausweichtest, Vollbremsung und Schlechtwegetest)
schneiden fast alle Testprodukte mit der Bewertung "gut" bis "sehr
gut" ab. Einzig das Modell von Atera fällt resultatmässig ab, weil
sich dessen Schnellspannsystem nicht fest genug spannt. Das
plötzliche Verschieben der Box kann vor allem bei hoher Zuladung zu
einer gefährlichen Kippneigung führen.

Erhöhter Treibstoffverbrauch

Das Eindringen von Wasser ist in den wenigsten Fällen ein Problem,
nur bei den Modellen von Thule und Rameder wurde ein leichter
Wassereinbruch festgestellt. Trotzdem sollten wasserempfindliche
Gegenstände nicht in der Dachbox transportiert oder gelagert werden.
Bei deutlich unter dem Gefrierpunkt gelegenen Temperaturen werden die
Boxen häufig etwas spröde. Sie sind dann anfällig auf Kratzer und
feine Risse. Beim Mont Blanc Vista 450 wurde zudem ein kleiner Bruch
festgestellt. Schliesslich gilt es festzuhalten, dass Dachboxen nur
bei Bedarf montiert werden sollten. Sie produzieren nicht nur
Windgeräusche, sondern zusätzlich auch einen Mehrverbrauch an
Treibstoff von bis zu +20%.

TCS-Tipps

- Die Ladung sollte immer korrekt gesichert werden, am besten mit
hochwertigen Gurten. Weitere Informationen zur korrekten
Ladungssicherung gibt es unter www.infotechtcs.ch
- Beim Transportieren von Lasten auf dem Fahrzeugdach darf die
zulässige Dachlast gemäss Fahrzeugausweis nicht überschritten werden.
- Bei Verwendung einer Dachbox müssen das veränderte Fahrverhalten
und die erweiterte Gesamthöhe (Parkhaus) des Fahrzeugs beachtet
werden.
- Bei Nichtgebrauch sollten die Box und der Grundträger demontiert
werden.

Kontakt:
Stephan Müller, Mediensprecher TCS, 031 380 11 44, 079 302 16 36,
stephan.mueller@tcs.ch

Die TCS-Bilder sind auf Flickr -
www.flickr.com/photos/touring_club/collections.
Die TCS-Videos sind auf Youtube - www.youtube.com/tcs.

Die detaillierten Ergebnisse sind im Internet unter www.pressetcs.ch
abrufbar.

Original-Artikel:
http://www.presseportal.ch/de/pm/100000091/100709644/dachboxen-bewaehren-sich-beim-tcs-test/api

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