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Agglomerationsprogramm Luzern der zweiten Generation: Engagierte Mitwirkung

Luzern (ots) - Die grosse Mehrheit der Gemeinden sowie die
Mehrheit der Parteien, Verbände und Organisationen unterstützen die
Strategie zur zukünftigen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, die im
Agglomerationsprogramm Luzern der zweiten Generation festgehalten
ist, sowie die vorgeschlagenen Massnahmen. Dies hat das
Mitwirkungsverfahren ergeben. Die eingebrachten Ergnzungsvorschlge
werden zurzeit detailliert geprüft.

Das Agglomerationsprogramm (AP) Luzern der ersten Generation mit
einem Massnahmenhorizont 20112014 und später zeigt in einer
Gesamtstrategie mit 24 vernetzten Massnahmen, wie die Siedlungs- und
Verkehrsentwicklung künftig nachhaltig aufeinander abgestimmt werden
sollen. Darin sind als bergeordnete Schlüsselmassnahmen (mit
abschliessender Kompetenz des Bundes) der Tiefbahnhof Luzern mit
unterirdischer Zufahrt ab Ebikon sowie das Gesamtsystem
Autobahn-Bypass festgehalten. Als weitere Schlüsselmassnahme ist der
Ausbau des Seetalplatzes aufgeführt. Der Stand der Realisierung aller
verkehrlichen und raumplanerischen Massnahmen wird bis Mitte 2012 in
einem Umsetzungsbericht zusammengefasst.

Das AP Luzern der zweiten Generation mit dem Massnahmenhorizont
20152018 und später baut grundsätzlich auf der Gesamtkonzeption des
AP Luzern der ersten Generation auf und entwickelt dieses weiter. Es
stützt sich auf das neue Zukunftsbild 2030 der Agglomeration Luzern,
das auch die Umlandgemeinden im ganzen Raum von LuzernPlus umfasst.

59 Eingaben mit 700 Anträgen

Die Mitwirkung zum AP Luzern der 2. Generation dauerte vom 15.
September bis am 14. November 2011. Während dieser Mitwirkungsphase
konnten sich alle Interessierten zum Entwurf des
Agglomerationsprogramms äussern. An zwei öffentlichen
Informationsveranstaltungen wurden das Zukunftsbild sowie die
Strategien und Massnahmen des Agglomerationsprogramms vorgestellt.
Insgesamt sind 59 Eingaben mit rund 700 Anträgen eingegangen,
darunter Stellungnahmen von drei Nachbarkantonen, 23 Gemeinden,
sieben Parteien und 23 Organisationen.

Teilweise divergierende Anträge

Aufgrund von mehreren, zum Teil divergierenden Anträgen soll bei
der Bereinigung die zeitliche Priorisierung der übergeordneten
Schlüsselmassnahmen Tiefbahnhof und Bypass etwas offener (da nicht in
alleiniger Kompetenz des Kantons Luzern) formuliert werden. Beide
Projekte sind dabei gleich wichtig und dringlich sowie für ein
funktionierendes Gesamtverkehrssystem unabdingbar. Dementsprechend
wird sich der Kanton Luzern weiterhin mit Nachdruck bei den
Bundesbehörden für die möglichst rasche Realisierung einsetzen.
Anträge zu den verschiedenen Etappen der Spange Nord werden im Rahmen
der zurzeit laufenden Projektierung untersucht. Auch Begehren auf
Aufnahme der Südumfahrung Kssnacht ins AP Luzern werden noch
vertieft geprüft.

Mehrere Anträge verlangen, dass bis zur Realisierung der
bergeordneten Schlüsselmassnahmen nachhaltige Verkehrslösungen
aufgezeigt werden. Dies wird in der Strategie und mit Massnahmen im
Rahmen der Bereinigung noch klarer aufgezeigt werden. Die wichtige
Massnahme "Gesamtverkehrskonzept Agglomerationszentrum Luzern", mit
der möglichst rasch Verkehrslösungen im Bereich
BahnhofPilatusstrassePilatusplatz sowie auf den angrenzenden Achsen
angestrebt werden, wird von allen Seiten unterstützt. Befürwortet
wird von der grossen Mehrheit ebenfalls die Weiterentwicklung des
Bussystems, die im Rahmen des Projekts "Agglomobil Due" des
Verkehrsverbundes Luzern mit besseren Umsteigeinfrastrukturen und
-beziehungen an den Knoten Bahn-/Bus sowie mit verlängerten bzw.
neuen Buslinien vorangetrieben wird. Gestützt auf diverse Anträge
wird auch die Massnahme Verkehrsmanagement (optimierte Nutzung des
Verkehrsraumes) aus dem AP Luzern der ersten Generation
weiterentwickelt und umfassender dar gestellt.

Teilweise diametral auseinander laufen die Anträge zur Gewichtung
des öffentlichen Verkehrs und Langsamverkehrs oder des motorisierten
Individualverkehrs. Die im kantonalen Bauprogramm verankerten
Buspriorisierungsmassnahmen werden jedoch mehrheitlich unterstützt.
Ebenso begrüsst werden mehrheitlich der kontinuierliche Ausbau der
Park+Ride- und Bike+Ride-Anlagen, das Mobilitätsmanagement, ein
überarbeiteter Zonenplan für den Tarifverbund Passepartout und ein
überkommunal koordiniertes Muster-Parkplatzreglement. Geprüft werden
vorgeschlagene zusätzliche Massnahmen im Bereich Langsamverkehr wie
die Optimierung der bestehenden Anlagen, neue Netzelemente und
Veloabstellplätze.

Die verschiedenen Massnahmen zur Siedlungsentwicklung nach innen
und zur Siedlungsbegrenzung nach aussen werden mehrheitlich
gutgeheissen, teilweise wird noch eine Konkretisierung verlangt.

Weiteres Vorgehen

Gestützt auf die Mitwirkung wird das AP Luzern der zweiten
Generation zurzeit konkretisiert und bereinigt. Es wird anschliessend
von den Delegierten des Entwicklungsträgers LuzernPlus und den
Regierungen der Nachbarkantone verabschiedet, vom Regierungsrat des
Kantons Luzern als Träger des AP beschlossen und spätestens Ende Juni
2012 den Bundesbehörden zur Prüfung eingereicht. Die wesentlichen
Elemente des AP sind anschliessend verbindlich im kantonalen
Richtplan zu verankern.

Kontakt:
Mike Siegrist
Abteilungsleiter Raumplanung, Dienststelle rawi
Tel.: +41/41/228'51'89
E-Mail: mike.siegrist@lu.ch

Original-Artikel:
http://www.presseportal.ch/de/pm/100000205/100712669/agglomerationsprogramm-luzern-der-zweiten-generation-engagierte-mitwirkung/api

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