Die Internetplattform KMUpresse ermöglicht es Schweizer Firmen und Selbstständigen, ohne eigene Website Inhalte zu veröffentlichen und in sozialen Medien wie Google+, Facebook, Twitter und an RSS-Abonnenten verbreiten zu lassen. Das Jahresabonnement kostet 365 Franken und beinhaltet die unlimitierte Veröffentlichung von Firmennachrichten, ein Firmenprofil sowie kostenlose Inserate im Marktplatz. > Zur Anmeldung
Studie von comparis.ch zu den Erwartungen an Managed Care - Bessere Zusammenarbeit von Hausarzt und Spezialist im Fokus
Zürich (ots) - Information: Die Grafik "Faktoren, denen eine
Verbesserung der Qualität zugeschrieben wird" kann unter
www.presseportal.ch/de/pm/100003671 kostenlos heruntergeladen werden.
Bislang denkt nur eine Minderheit, dass Managed Care die Qualität
der medizinischen Versorgung verbessert, wie eine repräsentative
Umfrage von comparis.ch zeigt. Dies bedeutet noch viel Arbeit für die
Befürworter der Vorlage bis zur Abstimmung am 17. Juni. Immerhin: Wer
Managed Care kennt, urteilt positiver. Und die Mehrheit der Befragten
denkt, dass Managed Care den Anstieg der Gesundheitskosten dämpft.
In gut einem Monat stimmt die Schweiz über die
Managed-Care-Vorlage ab. Mit dieser soll einerseits die Qualität der
medizinischen Versorgung verbessert, andererseits der Kostenanstieg
gebremst werden. Doch beurteilen die Versicherten die Wirkung der
Vorlage gleich wie ihre Urheber? Der Internet-Vergleichsdienst
comparis.ch hat dies in einer repräsentativen Umfrage untersucht.
Dazu hat das Marktforschungsinstitut Demoscope im April 1209 Personen
über 18 Jahren in der ganzen Schweiz befragt.
Knapp die Hälfte der Befragten, nämlich 46 Prozent, gibt an, dass
Managed Care keinen Einfluss auf die Qualität hat. 28 Prozent der
Befragten denken, dass mit Managed Care die medizinische Qualität der
Behandlung verbessert wird. 25 Prozent wissen es nicht oder können
dieses nicht beurteilen.
Röstigraben hinsichtlich Managed Care und Qualität
Bei der Beurteilung der Wirkung von Managed Care auf die Qualität
spielt es eine Rolle, wie gut man die integrierte Versorgung bereits
kennt. 32 Prozent der Deutschschweizer denken, dass mit Managed Care
die Qualität steigt. In der Westschweiz sind nur 23 Prozent der
Befragten dieser Ansicht, im Tessin 24 Prozent. In der Deutschschweiz
gibt es heute bereits wesentlich mehr Managed-Care-Netzwerke als in
der lateinischen Schweiz. «Deutschschweizer haben mit Managed Care
schon mehr Erfahrungen gesammelt und beurteilen deshalb die Wirkung
der integrierten Versorgung positiver als die lateinische Schweiz»,
sagt Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von comparis.ch.
Verbesserte Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Spezialisten
erwartet
Die Befragten, die denken, dass Managed Care die Behandlungsqualität
positiv beeinflusst, gehen vor allem von Verbesserungen bei der
Zusammenarbeit von Hausarzt und Spezialisten aus. So nennen 78
Prozent dieser Befragten den systematischen Austausch zwischen
Allgemeinmedi-ziner und Spezialist als wichtigen oder sogar sehr
wichtigen Grund für eine Verbesserung der Qualität (vgl. Grafik). In
einem Managed-Care-Netz erfolgen die Überweisungen vom Hausarzt zum
Spezialisten aufgrund systematischer und koordinierter Abklärungen
durch die involvierten Ärzte innerhalb des Netzwerks. 75 Prozent
sehen darin einen wichtigen oder sehr wichtigen Grund für bessere
Qualität. Gleich häufig wird die Verpflichtung zu systematischem
Qualitätsmonitoring bewertet. Also die Tatsache, dass die Ärzte
Rechenschaft über die Behandlungsqualität ablegen müssen, was bei der
integrierten Versorgung Standard ist. «Die Befragten gehen bei
Netzwerken von einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Hausarzt
und Spezialisten aus. Dies lässt vermuten, dass viele selber bereits
erlebt haben, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen
Gesundheitsfachleuten heute nicht immer optimal ist», sagt Schneuwly
zu den Ergebnissen.
Managed Care gegen den Kostenschub nach dem Ärztestopp
Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Befragten Managed Care in
erster Linie als ein Instrument zum Kosten sparen sehen. So geben 57
Prozent der Befragten an, dass Managed Care den Kostenanstieg im
Gesundheitswesen dämpfen kann. 30 Prozent rechnen nicht mit weniger
stark steigenden Kosten dank Managed Care. 13 Prozent wissen nicht,
welche Auswirkungen die integrierte Versorgung auf die Kosten hat.
Die Annahme, dass Managed Care auch zur Kostensenkung beiträgt, ist
nicht unbegründet, wie der Krankenkassen-Experte erklärt: «Seit Ende
des Zulassungsstopps für Ärzte Ende letzten Jahres haben bereits 700
Ärzte - vorwiegend Spezialisten - Zulassungen für eine neue Praxis
erhalten. Managed Care war immer als Antwort auf den Zulassungsstopp
geplant. Kommt Managed Care nicht, droht die soziale
Krankenkenversicherung zum Selbstbedienungsladen der Spezialärzte,
auch aus den Nachbarländern, zu werden - und das ohne Mehrwert für
die Patienten.»
Auffallend auch: 13 beziehungsweise 25 Prozent der Befragten
können keine Angaben dazu machen, ob Managed Care eine positive
Wirkung auf den Kostenanstieg oder die Qualität hat. «Für viele
Befragte scheint Managed Care nach wie vor ein abstrakter Begriff zu
sein. Was integrierte Versorgung genau ist, ist nicht allen klar.
Wollen die Befürworter der Vorlage die Abstimmung gewinnen, müssen
sie vorher noch Aufklärungsarbeit leisten. Dann stehen die Chancen
aber gut», stellt Schneuwly fest.
Kontakt:
Felix Schneuwly
Krankenkassen-Experte
Handy: 079 600 19 12
Telefon: 044 360 34 00
E-Mail: media@comparis.ch
www.comparis.ch/krankenkassen
- Druckversion
- 285 mal gelesen
- Beitrag per E-Mail versenden
Autor/-in dieses Beitrags
Firmensitz
Zürich
Kanton
ZH
Tätigkeitsbeschrieb
Presseportal.ch ist eine der umfassendsten Datenbanken für Medieninformationen in der Schweiz. Hinter Presseportal.ch steht die sda-Tochter news aktuell schweiz.
Firmen-Website
http://www.presseportal.ch/de/
