Sofort und breit in den Medien präsent sein, das bietet die KMUpresse.ch. Stellen Sie Ihre Medienmitteilung ein und sie geht an Schweizer Printmedien, Google News, Facebook, Twitter, Linkedin und an die RSS-Abonnenten. > Einzelne Medienmitteilung einstellen > Zum Jahresabonnement
Regierung legt Hochschulplanungsbericht vor: Luzerner Hochschulpolitik ist auch Wirtschaftspolitik und Standortpolitik
Luzern (ots) - Die Luzerner Regierung will mit einer dynamischen
Hochschulpolitik den Kanton Luzern vorwärts bringen. Diese Strategie
prägt den Planungsbericht über die Hochschulentwicklung im Kanton
Luzern, den die Regierung am Donnerstag präsentiert hat.
Bildungsdirektor Reto Wyss brachte es so auf den Punkt: «Die Luzerner
Hochschulpolitik ist auch Wirtschaftspolitik und Standortpolitik.»
Die Regierung will die Fachhochschule (Hochschule Luzern) und die
Pädagogische Hochschule Luzern stärken und an der Universität Luzern
eine neue Fakultät für Wirtschaftswissenschaften sowie einen Ausbau
der Gesundheitswissenschaften schaffen.
Der Regierungsrat will Luzern als Hochschulplatz stärken. Denn
Bildung ist die wichtigste Ressource der Schweiz. «Also wäre es
unklug, wenn wir als Kanton Luzern daraus nichts machen und die
Entwicklung anderen Regionen überlassen würden», sagte
Bildungsdirektor Reto Wyss in einer gesamtheitlichen Beurteilung.
Entsprechend formuliert der Planungsbericht vier hochschulpolitische
Grundsätze:
1. Luzern bekennt sich zum Hochschulstandort.
2. Luzern führt Hochschulen mit eigenständigem Profil.
3. Die Konzentration auf fachliche Schwerpunkte an den Hochschulen
setzt strategische Akzente in Kanton und Region.
4. Luzern setzt auf Wachstum mit Qualität.
Mehrwert für Bevölkerung und Wirtschaft
In Übereinstimmung mit der schweizerischen Bildungssystematik will
der Kanton Luzern seine drei Hochschulen Universität, Fachhochschule,
Pädagogische Hochschule weiter führen. Es sind je eigene
Institutionen mit eigenen Zugangswegen und Ausrichtungen. Der
Regierungsrat hält in seinem Bericht fest, dass es bei den drei
Hochschulen nicht nur um Bildung geht. Bildungsdirektor Reto Wyss:
«Die Schulen sind Motoren und Impulsgeberinnen für die Entwicklung
des Kantons. Sie stehen im Dienst der Gesellschaft, der Kultur und
der Wirtschaft und bringen somit der Luzerner Bevölkerung materiell
und immateriell Mehrwerte.» Die Weiterentwicklung sieht für die drei
Bildungsinstitutionen folgende Perspektiven vor:
Fachhochschule Luzern
Die Fachhochschule (Hochschule Luzern) soll ihre weitherum
geschätzte praxisorientierte Ausrichtung fortführen. Einen besonderen
Akzent wird die Fachhochschule gemäss Planungsbericht in den
Bereichen Wirtschaft sowie Technik und Architektur setzen.
Insbesondere letzterer soll weiterhin gestärkt werden. Ein
Entwicklungspotenzial sieht der Regierungsrat im Fachbereich
Informatik. Ihre exzellente Stellung im Bereich der Weiterbildung
soll die Fachhochschule weiterpflegen.
Pädagogische Hochschule Luzern
Die Pädagogische Hochschule Luzern sichert mit ihrem erfolgreichen
Konzept einer sorgfältigen und praxisnahen Ausbildung den Nachwuchs
an Lehrpersonen vor allem für die Luzerner Schulen. Sie strebt
allerdings keinen Ausbau an. Das bisherige Wachstum der
Studierendenzahlen ist mit Blick auf den Bedarf an Lehrpersonen
begründet und erwünscht, wenn die Qualität weiterhin hoch gehalten
werden kann. Nach dem Ausstieg aus dem interkantonalen Konkordat wird
die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz zur Pädagogischen
Hochschule Luzern und erhält dafür die entsprechende Rechtsgrundlage.
Universität Luzern
Für die Universität stellt sich die Frage nach der
Weiterentwicklung. Schweizweit besteht die grösste Nachfrage in den
Bereichen Wirtschaftswissenschaften und Psychologie. Deshalb will die
Regierung auf diese Nachfrage eingehen. Vorgesehen ist die Schaffung
einer vierten Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (bisher:
Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Sozialwissenschaften).
Mit der Wirtschaftswissenschaft beginnt die Universität Luzern nicht
beim Nullpunkt. Schon heute besteht im Rahmen der Fakultät für
Kultur- und Sozialwissenschaften ein Ökonomisches Seminar mit über
die Landesgrenzen hinaus anerkannten Professorinnen und Professoren.
Zusätzlich plant die Universität den Ausbau der
forschungsorientierten Gesundheitswissenschaften.
Muss denn die Universität Luzern überhaupt wachsen? Zu dieser
Kardinalsfrage lautet die Antwort des Planungsberichts: Ohne Wachstum
wird die Universität Luzern schon in einigen Jahren an Attraktivität
verlieren, die Studierendenzahlen gehen zurück und damit steigen die
Kosten pro Studienplatz. Deshalb sagte Regierungsrat Reto Wyss: «Die
Universität Luzern braucht Klasse und Masse.» Selbst mit einer
Wirtschaftsfakultät wäre Luzern im nationalen Vergleich immer noch
eine kleine, aber feine Universität.
Luzerner Zweierticket für Wirtschaft
Die Hochschule Luzern und die Universität Luzern haben
unterschiedliche Profile und Ziele, ebenso eine unterschiedliche
Herkunft der Studierenden und unterschiedliche Bedürfnisse der
Abnehmer. Deshalb sind Wirtschaft an der Hochschule und Wirtschaft an
der Universität für die Regierung keine Konkurrenz, sondern eine
Ergänzung. Luzern erhält damit sogar die Chance, sich als Cluster
Wirtschaft in der Bildungslandschaft Schweiz zu positionieren. Weil
im Bahnhof Luzern die Universität links und die Hochschule Luzern ?
Wirtschaft rechts vom Bahngeleise stehen, greift Regierungsrat Reto
Wyss zu folgendem Bild: «Luzern bietet der Jugend ein Zweierticket in
die Welt der Wirtschaft an.»
Schwerpunkte Luzern und Horw
Der Regierungsrat strebt eine räumliche Konzentration der
Hochschulen an. Neben dem Schwerpunkt am Bahnhof Luzern soll in Horw
ein zweiter, eigentlicher Hochschulcampus aufgebaut werden. Diese
Pläne sind nichts Neues, sie wurden bereits im Planungsbericht über
die Immobilienstrategie des Kantons Luzern im Januar 2010 festgelegt.
Brückenbau in die Zentralschweiz
Da die Hochschulen mit ihren Aktivitäten auch in die Region
Zentralschweiz ausstrahlen, will der Kanton weiterhin mit den anderen
Zentralschweizer Kantonen kooperieren. Die Formen der Kooperation
sollen zweckmässig und schlank sein.
Gemessen am volkswirtschaftlichen Nutzen lohnen sich nach
Auffassung der Regierung Investitionen in die Hochschulbildung.
Abgesehen davon führt das Wachstum an Studierendenzahlen nicht zu
einem linearen Anstieg der Kosten. Es ist eine finanzielle Basis zu
schaffen, die es den Hochschulen erlaubt, ihre Leistungsaufträge zu
erfüllen und ihnen einen angemessenen Entwicklungsspielraum gewährt,
die aber zugleich die finanziellen Möglichkeiten des Kantons
berücksichtigt. Gemessen an den gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Vorteilen hält der Regierungsrat die notwendigen
Investitionen für verkraftbar.
Der Planungsbericht wird nun dem Kantonsrat zur Kenntnisnahme
vorgelegt. Die Behandlung im Parlament ist für die Mai-Session
vorgesehen.
Der Planungsbericht kann heruntergeladen werden:
www.lu.ch/bildung_kultur/downloads
Anhang: Foto Bildungsdirektor Reto Wyss mit dem Zweierticket
«Wirtschaft für Universität und Hochschule»
Anhänge
http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/9725_pb-hse.jpg
Kontakt:
Regula Huber
Informationsdienst BKD
Tel.: +41/41/228'64'86
E-Mail: regula.huber@lu.ch
- Druckversion
- 133 mal gelesen
- Send by email
Autor/-in dieses Beitrags
Firma
Presseportal
Firmensitz
Zürich
Kanton
ZH
Firmen-Website (inkl. http://)
http://www.presseportal.ch/de/
Firmenbeschrieb
Presseportal.ch ist eine der umfassendsten Datenbanken für Medieninformationen in der Schweiz. Hinter Presseportal.ch steht die sda-Tochter news aktuell schweiz.
Firmengrösse
20-50 Mitarbeitende
