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Change-Tagung der FHNW am 19./20. Januar in Basel: Macht und Status in Gruppen und Organisationen

Basel (ots) - Droht Macht jeden Menschen zu korrumpieren, sobald
er mit ihr in Berührung kommt? Oder ist der Begriff, der unangenehme
Assoziationen auslöst, auch positiv zu besetzen? Das will die
zweitägige Veranstaltung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW näher
beleuchten. Sie richtet sich an Menschen, die im Team arbeiten, es
führen oder erforschen.

Macht bündelt im ureigenen Sinne das Zusammentreffen von Können,
Vermögen und Einflussnahme. Aber immer schwingt mit, dass
Machtinhaber ihre Position ausnutzen. Ist es dann wahr, dass man
Macht nur auf Kosten anderer gewinnen kann? Ist der autoritäre Stil
von Macht schlecht und stark, der transparente gut und schwach?
Solche Fragen sind im Team-Alltag oft niemandem bewusst und doch
prägen und bewegen sie die Arbeitskultur.

Die Geschwindigkeit der Veränderungen in Wirtschaft und
Gesellschaft wird immer rasanter. Die Menschen erleben sich als
getrieben, ihre Einflussnahme schwindet. Ohnmacht greift um sich.
Doch wie es nach Watzlawick nicht möglich ist nicht zu kommunizieren,
können wir auch nicht keinen Einfluss in einem vorhandenen System
nehmen. Es ist höchste Zeit, Macht zum Thema zu machen, weil es so
leicht geworden ist, sich ohnmächtig zu fühlen und es sich darin
bequem zu machen. Die Change-Tagung der Hochschule für Soziale Arbeit
FHNW will Antworten finden auf Fragen wie «Macht Macht einsam?»,
«Gibt es typische weibliche und männliche Machtspiele?», «Bringt uns
Konkurrenz weiter als Kooperation und Empathie?» oder «Welche
Kommunikations-Kultur gilt es in Gruppen und Organisationen zu
pflegen?».

Acht hochkarätig besetzte Keynotes

«Lust auf Macht statt Frust durch Ohnmacht», «Wie Reiche denken
und lenken» oder «Mit Wissen Macht enträtseln» sind drei von 22
Workshops, die bei der Tagung «Change trifft Teams» in Basel
angeboten werden.

Nach der Begrüssung durch den Tagungsleiter, Prof. Dr. Olaf
Geramanis, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, widmet sich der
bekannte deutsche Journalist und Autor Arno Luik (Stern, Taz, Geo...)
in seinem Vortrag dem Thema «Das Individuum und die Macht». Der
Journalist hat schon die «ganz Grossen» interviewt: «Wenn ich die
Erfolgreichen und Mächtigen treffe, bin ich nicht an den Fassaden
interessiert. Es sind die Risse, die mich reizen - der ganze Mensch,
nicht nur seine Funktion!»

Im Anschluss spricht der Soziologe und Trainer für Gruppendynamik
Dr. Oliver König zum Thema «Macht in Gruppen»: «Es ist mir wichtig,
die soziale Logik von Machtprozessen und ihre Funktionalität
herauszuarbeiten, um zu einem auch positiven Verständnis von Macht zu
kommen! Mit diesem Hintergrund erst wird ein nicht moralisierender
und zugleich kritischer Zugang zu Macht möglich», ist Dr. König
überzeugt. «Macht gehört zur Organisation - wie die Luft zum Atmen»
ist der Titel des dritten Keynote-Referates, welches von Prof. Dr.
Stefan Kühl, Professor für Soziologie und Organisationsberater,
gehalten wird. Nach elf Workshops und einem Panel schliesst der erste
Tagungs-Tag mit Keynotes von Prof. Dr. Gerhard Vinnai und von Anita
Fetz, Ständerätin BS.

Der zweite Tagungs-Tag beginnt mit Prof. Dr. Arno Gruen, der fragt
«Können wir mit Real-Politik überleben?». Der Psychoanalytiker und
Kolumnist Dr. phil. Peter Schneider beleuchtet - nach der
Workshop-Sequenz mit 12 Themen-Angeboten - unter anderem in seinem
Vortrag «Macht, Wissen und Enthüllung» die Auswirkungen von Wikileaks
im Kontext von traditionellen Vorstellungen des Zusammenhangs von
Macht und Wissen eines Staatsapparats, der seine Macht dadurch
sichert, möglichst viele Informationen über seine Bürger zu sammeln.

Die Politologin Dr. Regula Stämpfli wirft abschliessend in ihrem
Vortrag «Stumm- und Stimmbürger in Zeiten der ökonomischen
Grausamkeit» einen kritischen Blick auf die machthabenden Politiker
im Wandel der Zeit und deren «Kostümfest», das letztlich nur
provoziert zu sagen: «Dieser Kaiser trägt keine Kleider!» Ferner
widmet sich Stämpfli der «Macht der Medien» und verdeutlicht
sichtbare und unsichtbare Macht am Beispiel des «Schweizernden»
Volksentscheids und stellt die Frage: «Hat die Schweiz die beste
Demokratie der Welt?»

Tagungswebsite: www.changetagung.ch

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http://www.presseportal.ch/go2/www.fhnw.ch_sozialearbeit

Kontakt:
Christina Beglinger
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Soziale Arbeit
Leiterin Marketing & Kommunikation
Riggenbachstrasse 16
4600 Olten
Tel.: +41/62/311'96'91
E-Mail: christina.beglinger@fhnw.ch
Internet: www.fhnw.ch/sozialearbeit

Prof. Dr. Olaf Geramanis
Tel.: +41/61/337'27'88
E-Mail: olaf.geramanis@fhnw.ch

Original-Artikel:
http://www.presseportal.ch/de/pm/100004717/100711282/change-tagung-der-fhnw-am-19-20-januar-in-basel-macht-und-status-in-gruppen-und-organisationen/api

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