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SVGW-Trinkwasserstatistik 2011: Der Wasserverbrauch sinkt trotz wachsender Bevölkerung

Zürich (ots) - Obwohl in der Schweiz immer mehr Menschen leben,
geht der Wasserverbrauch zurück. Dies stellt der Schweizerische
Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) in seiner aktuellen
Trinkwasserstatistik fest. Die Gründe: wasserintensive
Industriezweige wandern ab und Wasserspartechnik setzt sich immer
mehr durch.

Die Schweiz verbraucht je länger je weniger Wasser. Der
Gesamtverbrauch ging 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf
941 Millionen Kubikmeter zurück, obwohl die Zahl der Bevölkerung um
1,1 Prozent zugenommen hat. Der aktuelle Durchschnittsverbrauch liegt
bei nur mehr 325 Liter pro Person und Tag. Das besagt die eben
publizierte Trinkwasserstatistik 2011 des Schweizerischen Vereins des
Gas- und Wasserfaches (SVGW).

Diese Entwicklung ist nicht neu. Bis in die achtziger Jahre stieg
zwar mit der Einwohnerzahl auch der Wasserverbrauch. Dann hat sich
der Trend gewendet. Der Wasserverbrauch ist auf das Niveau der
sechziger Jahre gesunken, obwohl die Bevölkerung um einen Drittel
zugenommen hat.

Die wasserintensive Industrie ist abgewandert

Einer der Gründe für den sinkenden Wasserverbrauch liegt im
strukturellen Wandel der Wirtschaft. Wasserintensive Industriezweige
sind verschwunden oder haben ihre Produktion ins Ausland verlegt, der
Dienstleistungssektor hingegen wächst. Wassersparende Waschmaschinen
und Geschirrspüler, Sparbrausen oder Spartasten an der WC-Spülung
haben ebenfalls zum Verbrauchsrückgang beigetragen.

Die Wasserverluste sind stark zurückgegangen

Ein weiterer Grund für den sinkenden Verbrauch: Die
Wasserversorger prüfen ihr Leitungsnetz mit moderner Technologie
systematisch auf Lecks und können dadurch rasch reagieren. So konnten
sie die Wasserverluste in den letzten 30 Jahren von 80 auf 40 Liter
pro Einwohner und Tag reduzieren.

Trinkwasserstatistik: ein wichtiges Planungsinstrument

Die Trinkwasserstatistik des SVGW ist für die Planung der
Wasserversorgung ein wichtiges Instrument, ob auf Bundes-, Kantons-
oder Gemeindeebene. Anhand der Daten können sich die Versorger mit
der Branche vergleichen und so ihre Leistungsfähigkeit optimieren.
Auch Hochschulen, Forschungsanstalten und die Verwaltung greifen
regelmässig auf die Zahlen des SVGW zurück.

Download: Factsheet & Grafiken:

www.svgw.ch/statistic

Der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW ist die
nationale Fachorganisation der Gas- und Wasserversorgungen und zählt
um die 1100 Mitglieder. Für die Geschäftsstelle sind in Lausanne,
Schwerzenbach und Zürich rund 50 Mitarbeitende tätig. Der SVGW
erstellt Richtlinien, bietet Berufsbildung und Beratung an,
zertifiziert Produkte, Unternehmen und Personen und übernimmt
staatsentlastende Überwachungsaufgaben. Damit trägt er massgeblich
zur nachhaltigen Versorgung mit Erdgas und Trinkwasser bei.

Kontakt:
Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW
Paul Sicher
Kommunikation
Grütlistrasse 44, Postfach 2110
8027 Zürich
Tel.: +41/44/288'33'33
E-Mail: p.sicher@svgw.ch

Original-Artikel:
http://www.presseportal.ch/de/pm/100005287/100711554/svgw-trinkwasserstatistik-2011-der-wasserverbrauch-sinkt-trotz-wachsender-bevoelkerung/api

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