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PwC-Studie - Gesundheitswesen: Patienten sind bereit für Apps
Zürich (ots) - Integrierte Versorgungsnetze, bessere Behandlung
bei chronischen Krankheiten, weniger Kosten - das Potenzial mobiler
Technologien im Gesundheitswesen ist immens. Die Mehrheit der
Patienten begrüsst Smartphone-Apps im Gesundheitswesen, doch Ärzte
und Krankenversicherungen sind zurückhaltend. Das zeigt die aktuelle
Studie "Emerging mHealth - paths for growth", für welche die
Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von PwC insgesamt 1'805
Patienten, Ärzte und Vertreter von Krankenversicherungen in zehn
Ländern befragte: in Brasilien, China, Dänemark, Deutschland,
Grossbritannien, Indien, Spanien, Südafrika, der Türkei und den USA.
"Mobile Health" steht für Dienstleistungen in Prävention, Diagnose
oder auch Fernüberwachung von Patienten, und dies alles mobil. Ein
Diabetiker beispielsweise misst seinen Blutzucker mittels
Smartphone-Zubehör, das die Daten auf einem Patientenportal im
Internet ablegt. Damit hat er überall auf der Welt zu jeder Zeit
online Zugriff auf seine Blutzuckerwerte, ohne Zeitaufwand und Fehler
beim Übertragen der Werte vom Gerät in ein Tagebuch.
Patienten sind optimistisch und fordernd
Die Hälfte der befragten Patienten erwartet, dass sich Mobile
Health in den nächsten drei Jahren positiv auf die Qualität ihrer
gesundheitlichen Versorgung auswirkt und die damit verbundenen Kosten
sinken. Von jenen, die bereits einen Mobile-Health-Service nutzen,
gaben 59 Prozent an, dass sie dadurch auf Besuche bei Ärzten
verzichten konnten. "Auch in der Schweiz hat Mobile Health grosses
Potenzial. Es kann mithelfen, ein integriertes Versorgungsnetz
aufzubauen. Bei chronischen Krankheiten kann es die Behandlung
unterstützen. Entscheidend für den Durchbruch sind Geschäftsmodelle,
die klar auf den schweizerischen Gesundheitsmarkt abgestimmt sind",
betont Philip Sommer, Beratung Gesundheitswesen PwC Schweiz, der an
der globalen Studie mitgewirkt hat.
Zurückhaltung bei den Ärzten und Krankenversicherungen
Ärzte und Krankenversicherungen sind in ihrer Einschätzung eher
zurückhaltend. So sagten 64 Prozent, Mobile Health eröffne zwar
spannende Möglichkeiten, doch existierten nicht genügend bewährte
Geschäftsmodelle. Von den befragten Ärzten befürchten 42 Prozent,
dass Patienten durch Mobile Health zu unabhängig werden. "Obwohl
Mobile Health grosses Potenzial hat, nutzt die Branche die neuen
Möglichkeiten bisher nur zögerlich", bestätigt Rodolfo Gerber, Leiter
Gesundheitswesen PwC Schweiz.
Die Zukunft gehört Mobile Health
Auch wenn Mobile Health gegenwärtig noch nicht überall gleich weit
entwickelt ist, meinen mehr als die Hälfte der Patienten und Ärzte,
dass der Trend unvermeidbar ist. Philip Sommer betont: "Auch wenn
viele Akteure Mobile Health heute lediglich als Ergänzung zum
bestehenden Gesundheitswesen verstehen, sehen wir es als die
eigentliche Zukunft: Die Leistungen werden besser, schneller,
kostengünstiger und viel konsumentenfreundlicher. Marktchancen haben
vor allem jene Unternehmen, die mit ihren Lösungen den Patienten ins
Zentrum stellen und ihm einen echten Mehrwert bieten."
Kontakt:
Claudia Sauter
Communications Director
PwC Schweiz
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com
Dr. Rodolfo Gerber
Leiter Gesundheitswesen
PwC Schweiz
E-Mail: rodolfo.gerber@ch.pwc.com
Philip Sommer
Experte Mobile Health
PwC Schweiz
E-Mail: philip.sommer@ch.pwc.com
Original-Artikel:
http://www.presseportal.ch/de/pm/100008191/100720399/pwc-studie-gesundheitswesen-patienten-sind-bereit-fuer-apps/api
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